Welches Gebläseatemschutz-System passt zu Ihrem Betrieb?

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Die Auswahl des passenden Gebläseatemschutz-Systems ist kein Zufall. Sie sollte auf einer systematischen Gefährdungsbeurteilung beruhen und sowohl technische Anforderungen als auch den Praxisalltag der Mitarbeitenden berücksichtigen. Dieser Ratgeber bietet eine praxisnahe Checkliste.

Ergänzend können Sie die Grundlagen in unserem Ratgeber „Gebläseatemschutz: Funktionsweise, Aufbau und Vorteile“ nachlesen und im Ratgeber EN 12941 / EN 12942 mehr über Normen und Klassen erfahren.

„ADESATOS unterstützt Sie gerne bei der Auswahl des für Ihre Anforderungen passenden Gebläseatemschutz.“

Ausgangspunkt: Gefährdungsbeurteilung und Gefahrstoffe

Bevor konkrete Produkte ausgewählt werden, muss klar sein, welchen Gefahrstoffen und Belastungen Ihre Mitarbeitenden ausgesetzt sind. Hier setzt die Gefährdungsbeurteilung an.

Welche Stäube, Rauche, Aerosole oder Gase/Dämpfe treten auf?

Welche Verfahren und Arbeitsmittel kommen zum Einsatz?

Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind bereits vorhanden?

Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung bilden die Grundlage für die Entscheidung, ob und in welcher Form Gebläseatemschutz sinnvoll ist.

Schritt 1 – Gefährdungen und Einsatzbereiche definieren

Im ersten Schritt werden die relevanten Tätigkeiten und Einsatzbereiche identifiziert. Beispiele:

Schweißarbeiten und Schleifarbeiten in der Metallbearbeitung

Sanierungsarbeiten mit kritischen Stäuben (z. B. Asbest, Mineralfasern)

Labor- und Chemieanwendungen mit Pulverstoffen und Aerosolen

Produktionslinien in der Lebensmittelindustrie oder im Reinraum

Für jeden Bereich sollte festgehalten werden, welche Gefahrstoffe auftreten und welche Expositionsdauer zu erwarten ist.

Schritt 2 – Geeignete Gerätekategorien und Kopfteile auswählen

Auf Basis der Gefährdungen wird geprüft, welche Gerätekategorien und Kopfteile in Frage kommen.

Hauben- und Helmsysteme: Häufig in Industrie, Schweißen, Sanierung und Produktion.

Schweißerhelme mit Gebläseanschluss: Kombinierter Kopf-, Augen- und Atemschutz.

Overalls mit Gebläseanschluss: Für bestimmte Sanierungs- und Dekonaufgaben.

Maskensysteme: Voll- oder Halbmasken in Kombination mit Gebläsefiltergeräten (Norm EN 12942).

Parallel dazu ist zu prüfen, nach welchen Normen die Systeme geprüft wurden und welche Klassen
(z. B. TH-Klassen) in den gewünschten Konfigurationen erreicht werden.

Schritt 3 – Filterwahl und Schutzstufen festlegen

Die Wahl der Filter richtet sich nach den Gefahrstoffen und deren Form (Partikel, Gase, Dämpfe oder Kombinationen). Wichtige Fragen sind:

Handelt es sich primär um Partikelbelastung (z. B. Staub, Rauch)?

Treten zusätzliche Gase oder Dämpfe auf, die berücksichtigt werden müssen?

Overalls mit Gebläseanschluss: Für bestimmte Sanierungs- und Dekonaufgaben.

Welche Filtertypen sind vom Hersteller für die betreffende Gefährdung vorgesehen?

Filterstabellen und Herstellerangaben unterstützen dabei, die passenden Filterklassen zu bestimmen. Parallel sollten normbezogene Anforderungen (z. B. aus EN 12941/12942) berücksichtigt werden.

Schritt 4 – Tragezeit, Komfort und Nutzergruppen berücksichtigen

Gebläseatemschutz muss nicht nur schützen, sondern auch tragbar sein. Folgende Punkte beeinflussen die Akzeptanz:

Tragezeit: kurze Einsätze vs. ganztägige Nutzung.

Gewicht und Ergonomie: Bauform der Gebläseeinheit, Schlauchführung, Tragesystem.

Bart- und Brillenträger: Eignung der Kopfteile für unterschiedliche Nutzergruppen.

Sichtfeld: Wichtig z. B. bei Schweiß- und Schleifarbeiten oder in Produktionsbereichen.

Trageproben im Rahmen von Unterweisungen helfen, geeignete Systeme zu identifizieren und Akzeptanz aufzubauen.

Schritt 5 – Unterweisung, Wartung und Organisation

Mit der Auswahl der Systeme ist es nicht getan. Für einen sicheren Betrieb sind klare organisatorische Regelungen notwendig:

Unterweisungen zur richtigen Nutzung, zu Grenzen und zum Verhalten bei Störungen

Regelungen zur Reinigung, Desinfektion und Trocknung von Kopfteilen

Pläne für Batteriemanagement, Filterwechsel und Sichtprüfungen

Dokumentation von Wartungs- und Prüfmaßnahmen

Gebläseatemschutz sollte in das bestehende Arbeitsschutzmanagement eingebettet werden, anstatt isoliert betrachtet zu werden.

Auswahlbeispiele mit CleanAIR-Systemen

CleanAIR bietet eine Reihe von Gebläseatemschutz-Systemen, die unterschiedliche Anforderungen abdecken – von Schweißen und Schleifen über Laboranwendungen bis hin zu Sanierung und Dekontamination. Im ADESATOS Onlineshop finden Sie dazu passende Gerätekonfigurationen und Komplettsets.

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Checkliste: Gebläseatemschutz-System auswählen

1. Gefährdungen erfassen: Gefahrstoffe, Expositionsdauer, Arbeitsverfahren.

2. Technische Maßnahmen prüfen: z. B. Absaugung, Kapselung, Lüftung.

3. Geeignete Gerätekategorien bestimmen: Hauben, Helme, Overalls, Masken.

4. Normen und Klassen berücksichtigen: EN 12941/12942, TH-Klassen.

5. Filterauswahl treffen: Partikel-, Gas- oder Kombinationsfilter gemäß Herstellerangaben.

6. Tragekomfort und Nutzergruppen einbeziehen: Bart, Brille, Sichtfeld, Gewicht.

7. Unterweisung, Wartung und Organisation festlegen: Verantwortung, Prüfintervalle, Dokumentation.

Individuelle Beratung durch ADESATOS

Gebläseatemschutz kann in verschiedenen Branchen ein wichtiger Baustein im Arbeitsschutz sein. Damit Systeme und Konfigurationen zu Ihrer Gefährdungssituation passen, empfiehlt sich eine abgestimmte Auswahl.

Sie möchten Gebläseatemschutz in Ihrem Betrieb einführen oder optimieren? Jetzt individuelle Beratung anfordern.