Stäube im Berufsalltag
Bei Asbest- und Sanierungsarbeiten können gefährliche Stäube und Fasern freigesetzt werden. Neben baulichen und organisatorischen Maßnahmen spielt geeigneter Atemschutz eine wichtige Rolle. Gebläseatemschutz (PAPR) kann dabei helfen, die Belastung der Mitarbeitenden zu reduzieren und gleichzeitig den Tragekomfort zu erhöhen.
Grundlegende Informationen zur Funktionsweise von Gebläsefiltergeräten finden Sie im Ratgeber „Gebläseatemschutz: Funktionsweise, Aufbau und Vorteile“. Hinweise zu Normen und Klassifizierung sind im Ratgeber EN 12941 / EN 12942 zusammengefasst.
Gefahr durch Staub
Bei Abbrucharbeiten werden unterschiedliche Fasern und Stäube freigesetzt. Hier hat Atemschutz oberste Priorität.
Asbest, Altbausubstanz und andere Sanierungsstäube
Bei Sanierungsarbeiten an älteren Gebäuden können u. a. Asbestfasern, Mineralfasern, Stäube aus Altbeschichtungen oder andere kritische Partikel freigesetzt werden. Je nach Tätigkeit, Material und eingesetzten Verfahren ergeben sich unterschiedliche Gefährdungen, die in der Gefährdungsbeurteilung zu betrachten sind.
Gefährdungen
Asbest- und Faserstäube: können lungengängig sein und langfristige Gesundheitsrisiken verursachen.
Mineralfasern und Altbeschichtungen: bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Staubbelastung in engen Bereichen: z. B. Schächte, Zwischendecken, Hohlräume.
Technische und organisatorische Maßnahmen haben Vorrang. Wo diese Maßnahmen die Exposition nicht ausreichend minimieren können, ist ergänzender Atemschutz notwendig.
Asbest in Zementfaserplatten
Asbestzementplatten auch als Eternitplatten bekannt. Diese haben in den 1970er und bis bis Anfang der 1990er eine große Rolle im Haus- und Dachbau gespielt
Rolle von Gebläseatemschutz in Sanierungs- und Dekonkonzepten
Gebläseatemschutz-Systeme können in Sanierungs- und Dekontaminationskonzepten eine Ergänzung zu anderen Maßnahmen darstellen. Sie bieten gefilterte Luft mit reduziertem Atemwiderstand und können – in Kombination mit Hauben oder Overalls – zum Tragekomfort beitragen.
Warum Gebläseatemschutz
Unterstützung der Mitarbeitenden durch geringeren Atemwiderstand bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten.
Systemlösungen aus Gebläse, Filtern, Hauben und Overalls für abgestimmte Schutzkonzepte.
Kombinierbarkeit mit weiteren Schutzausrüstungen, etwa Schutzanzügen, Handschuhen und Augenschutz.
Welche konkreten Systemtypen in Ihrem Betrieb in Frage kommen, hängt von den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung und den einschlägigen Vorschriften ab.
Hauben, Overalls & Gebläsefiltergeräte für Sanierungsteams
Für Sanierungs- und Dekontaminationsarbeiten werden häufig Systeme eingesetzt, bei denen der Gebläseatemschutz mit Schutzhauben oder Overalls kombiniert wird.
Vorteile CleanAIR
Haubensysteme: bieten ein großflächig geschütztes Gesichts- und Kopfbereichsvolumen mit gefilterter Luft.
Overalls mit Gebläseanschluss: verbinden Atemschutz mit Ganzkörperschutz.
Filterkonfigurationen: je nach System Partikel- oder Kombinationsfilter (z. B. für bestimmte Gas-/Dampfbelastungen).
Eine Auswahl passender CleanAIR-Systeme für Sanierung und Dekontamination finden Sie im ADESATOS Onlineshop:
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Praxisbeispiele: Asbestsanierung, Altbeschichtungen, Mineralfasern
Asbestsanierung
Mit CleanAIR Gebläseatemschutz sicher im Berufsalltag bei der Sanierung von Objekten mit belasteten Dämmstoffen.
Gebläseatemschutz kann bei vielfältigen Tätigkeiten zum Einsatz kommen, zum Beispiel:
Beispiele für Gebläseatemschutz in der Sanierung
Asbestsanierung: Arbeiten in abgeschotteten Bereichen mit geeigneten Schutzmaßnahmen und geprüften Verfahren.
Entfernen von Altbeschichtungen: z. B. alte Putze, Spachtelmassen oder Beschichtungen, die problematische Bestandteile enthalten können.
Arbeiten mit Mineralfasern: z. B. bei der Entfernung oder Sanierung alter Dämmstoffe.
Welche Systeme und Schutzstufen in den jeweiligen Szenarien eingesetzt werden sollen, ist anhand der Gefährdungsbeurteilung und der gültigen Regelwerke festzulegen.
CleanAIR-Lösungen für Asbest & Sanierung
CleanAIR bietet Gebläseatemschutz-Systeme, die speziell auf die Anforderungen von Sanierungs- und Dekontaminationsaufgaben ausgerichtet sind. Im Zusammenspiel mit geeigneten Filtern, Hauben oder Overalls entstehen konfigurierte Sets für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Im ADESATOS Onlineshop finden Sie eine Auswahl solcher Systemlösungen:
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Einbindung in Gefährdungsbeurteilung und Schutzkonzept
Gebläseatemschutz darf nicht isoliert betrachtet werden. Er ist Teil eines umfassenden Schutzkonzepts, das technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen kombiniert. Dazu gehören u. a.:
Vorgehensweise
Ermittlung der Gefahrstoffe und Arbeitsverfahren
Festlegung geeigneter Arbeitsweisen und Geräte
Auswahl der passenden Gebläseatemschutz-Systeme
Unterweisung, Trageproben und praktische Übungen
Regelungen zu Wartung, Reinigung und Austausch von Komponenten
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Mehr Hinweise zur Auswahl von Gebläseatemschutz-Systemen finden Sie im Ratgeber „Gebläseatemschutz-System auswählen“.
Beratung zu Gebläseatemschutz bei Asbest- und Sanierungsarbeiten
Die Anforderungen im Bereich Asbest und Sanierung sind besonders sensibel. Wir unterstützen Sie dabei, geeignete Gebläseatemschutz-Lösungen in Ihr bestehendes Schutzkonzept zu integrieren.
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FAQ: Häufige Fragen zu Gebläseatemschutz bei Sanierungsarbeiten
Reicht Gebläseatemschutz allein bei Asbestarbeiten aus?
Gebläseatemschutz ist grundsätzlich nur ein Baustein im Gesamtschutzkonzept. Ob und in welcher Konfiguration Gebläsefiltergeräte eingesetzt werden dürfen, ergibt sich aus den jeweiligen Vorschriften, der Gefährdungsbeurteilung und den eingesetzten Verfahren.
Kann dasselbe System in unterschiedlichen Sanierungsbereichen genutzt werden?
Ob ein System für mehrere Tätigkeiten geeignet ist, hängt von den eingesetzten Filtern, Kopfteilen und den Anforderungen an den Schutzgrad ab. Es sollte geprüft werden, ob Gerät, Filter und Kopfteil jeweils zur Gefährdungssituation passen.
Welche Rolle spielen Schulungen bei der Nutzung von Gebläseatemschutz?
Eine fachgerechte Unterweisung ist wesentlich, damit Systeme korrekt verwendet, gepflegt und gewartet werden. Hierzu gehören auch Informationen zu Grenzen des Einsatzes, Filterwechsel und Batteriemanagement.